Alles im Blick:
Erfassung und Ausgabe digital organisieren

Wo ist der Bohrhammer, wer hat das Gerät für das digitale Aufmaß? ZVTOOL weiß es. Lesen Sie hier den Bericht aus der SBZ Ausgabe 05 2017.

Die mobile Lösung mit berührungsloser Erfassung und einfachem Web-Zugriff inventarisiert Maschinen- und Werkzeuge und erfasst ihre Nutzung. Per Smartphone oder über einen PC lassen sich Standorte, Entleiher und Verfügbarkeit abfragen oder eintragen.

Bei ZVTOOL handelt es sich um eine digitale Geräteverwaltung. Die computergestützte Lösung mit berührungsloser Erfassung und einfachem Web-Zugriff erfasst Maschinen- und Werkzeuge für SHK-Handwerksbetriebe mit Smartphone und der sogenannten NFC-Technologie. Das System ermöglicht es, stets den Überblick über Messgeräte, wertvolle Werkzeuge und bewegliche Maschinen zu behalten. Mit einem Smartphone oder über einen PC lassen sich Standorte, Entleiher und Verfügbarkeit abfragen oder eintragen. Die Anwendung ruht auf drei Pfeilern:

  • Benutzerfreundliche Kommandozentrale zur Verwaltung von Werkzeugen, Messgeräten und Maschinen (ZVTOOL Web)
  • Smartphone und App zur Erfassung der Werkzeug- und Maschinenbewegungen
    (ZVTOOL Phone + App)
  • NFC-Etiketten zur Werkzeug-, Maschinen- und Mitarbeiterkennzeichung (ZVTOOL Tags).

Alle Aus- und Rückgaben von Werkzeugen und Maschinen werden berührungslos mithilfe der NFC-Etiketten an den Werkzeugen mit Smartphone und App erfasst und an die zentrale Verwaltungsoberfläche übermittelt. Die Zeiten des mühevollen und fehleranfälligen Abtippens von Nummern und Namen sind damit vorbei.

Die Steuerungszentrale der Anwendung ist ZVTOOL Web. Hier laufen alle Informationen zusammen. Um sie zu nutzen, muss keine Software auf einem PC des Handwerksbetriebs installiert werden. Der Aufruf erfolgt über einen Browser und gewährt über eine verschlüsselte Verbindung Zugriff auf alle Daten des Unternehmens. Durch die moderne Cloud-Architektur ist das Backup der Daten für den Handwerker bereits im Standard enthalten.

Über das im ersten Aufruf angezeigte Cockpit können Betriebe auf den ersten Blick sehen, was für sie relevant ist:

  • Wie viele Werkzeuge sind zurzeit auf der Baustelle und im Betrieb?
  • Wer hat wie viele Werkzeuge?
  • Welche Werkzeuge stehen zur Wartung an?
  • Welche Werkzeuge sind für Baustellen reserviert?

Kennzeichnung von Werkzeugen, Maschinen und Schlüsseln

Damit alle Vorgänge berührungslos erfasst werden können, erhält jeder Mitarbeiter einen NFC-Schlüsselanhänger zur persönlichen Identifikation und jedes Werkzeug einen NFC-Tag zur eindeutigen Kennzeichnung. Der Begriff NFC steht für Near Field Communication. Das bedeutet, dass die auf dem Chip enthaltene Information in einem Abstand bis zu 3 cm ausgelesen werden kann. Damit wird sichergestellt, dass wirklich nur ein Werkzeug einem Mitarbeiter zugeordnet wird. Die Tags für die Mitarbeiter stehen als praktische Schlüsselanhänger zur Verfügung.

Die Maschinentags sind aus ABS Kunststoff (Temperaturbereich –10 bis +50 °) und mit einer gesonderten Anti-Metall-Beschichtung versehen. Dies ermöglicht das Abfragen der Tags, auch wenn diese auf metallischen Gegenständen (z.B. Werkzeugkoffern) angebracht sind. Die Befestigung erfolgt mit Zweikomponentenkleber auf dem Gerät.

Inventarisierung leicht gemacht

Die Ersterfassung der Maschinen kann zum willkommenen Anlass genommen werden, den Maschinenpark zu inventarisieren. Alle Geräte werden systematisch erfasst und deren Standort ermittelt. Ist dies einmalig erfolgt, kann für jeden beliebigen Ort eine Schnellinventarisierung durchgeführt werden. Dies wird häufig genutzt, wenn z.B. mit Werkzeugen ausgestattete Fahrzeuge im Urlaub an andere Mitarbeiter übergeben werden. Die Ergebnisse jeder Bestandsaufnahme werden dabei festgehalten und protokolliert.

Ausgabe per Smartphone und App

Das ZVTOOL-Smartphone mit der zugehörigen App dient als Erfassungsgerät für die Aus- und Rückgabevorgänge der Geräte und Maschinen. Die Identifikation des Ver- und Entleihers geschieht durch die Schlüsselanhänger, die jeder Mitarbeiter bei sich trägt. Diesen hält er einfach an das Smartphone und schon ist bekannt, wer das Gerät ausgegeben hat und wer es bekommen hat.

In der Folge können dann die Maschinen gescannt werden, die der einzelne Mitarbeiter erhält. Dabei wird auch der Ort erfasst, an dem die Maschinen eingesetzt werden. Es ist von Vorteil, wenn eine abgeschlossene Werkzeugausgabe vorhanden ist und ein Mitarbeiter dafür verantwortlich ist. Ist dies nicht möglich, erhalten die Mitarbeiter beide Rechte und können sich die Werkzeuge „per Selbsterlaubnis“ ausgeben.

Wertebewusstsein nimmt zu

Dadurch, dass bekannt ist, wer wann welches Werkzeug ausgeliehen hat, steigt das Verantwortungsbewusstsein der Mitarbeiter erheblich an. Das steigert die Zufriedenheit der Mitarbeiter und spart Kosten. Werkzeuge, die im Betrieb nur einmal vorhanden sind, müssen zum richtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehen. Hierbei hilft die Reservierungsfunktion. Bei der Ausgabe wird der Entleiher direkt auf einen Reservierungstermin hingewiesen. Wird das Werkzeug trotzdem ausgeliehen, wird der Reservierende sofort benachrichtigt. Um regelmäßige Wartungstermine bei Geräten nicht zu versäumen, können diese ebenso hinterlegt werden. Im Cockpit werden diese für jede Woche übersichtlich dargestellt.

System wird weiter ausgebaut

Laut ZVSHK sind zahlreiche Neuigkeiten für ZVTOOL geplant. In Kürze sind sogenannte „Mengenartikel“ verfügbar. Damit kann dann der Werkzeugbestand von Werkzeugen geringeren Wertes (z.B. Schraubenschlüssel, Spachtel, Handschuhe) überwacht werden. Mit einem GPS-Tracker werden zukünftig wertvolle Werkzeuge direkt ortbar sein. Zusätzlich verfügbar wird ein umfangreiches Wartungsmodul, mit dem nicht nur Wartungszeitpunkte erfasst werden können, sondern ganze Wartungsvorgänge protokolliert werden können. Die gesamte Wartungshistorie eines Werkzeuges ist dann direkt im System verfügbar.

ZVTOOL wurde von Handwerkern für das SHK-Handwerk entwickelt. Mit dem Programm können Handwerksunternehmer Maschinen und Werkzeuge komfortabel verwalten sowie den Entleiher und den Standort feststellen. Die Einsatzplanung von Werkzeugen und Maschinen wird damit erheblich vereinfacht. Verantwortlich zeichnet der IT-Ausschuss des ZVSHK. Gemeinsam mit der Firma Coeln Concept wurde ein Konzept für ein cloudbasiertes System mit einem Smartphone als Erfassungsgerät entwickelt und umgesetzt.

TIPP

Demoversion und Live-Erlebnis

Die Anwendung kann im Webshop des ZVSHK unter www.zvtool.de bestellt werden. Innungsbetriebe können das System zu einem vergünstigten Preis beziehen. Dort ist auch der Zugang zu einem komplett funktionstüchtigen Demosystem hinterlegt. Der Handwerker kann damit alle Funktionen ausgiebig testen und sich mit dem System vertraut machen.

Das komplette System wird als Starterpaket mit einer Schnellstartanleitung ausgeliefert. Damit ist der problemlose Einstieg gesichert. Die Personen-Tags werden den Mitarbeitern ausgehändigt und die Maschinen-Tags den Werkzeugen zugeordnet. Im Starterpaket enthalten ist ein Smartphone, mit dem die Aus- und Rückgabeprozesse erledigt werden. Ein angenehmer Nebeneffekt der Ersterfassung ist, dass man danach einen sofortigen Überblick über den im Bestand befindlichen Maschinenpark hat.

Außerdem: ZVTOOL wird gemeinsam mit dem ZVSHK zur Fachmesse ISH in Frankfurt (14. bis 18. März) auf dem Messestand A04 von Rothenberger in Halle 6.2 vorgestellt.

Info

Funktionen im Überblick

Einfache Handhabung
Außer einem handelsüblichen Browser, einer Internetanbindung und dem Starterpaket ist zur Benutzung nichts weiter erforderlich.

Konsequente Kontrolle
Per Web-Oberfläche oder unterwegs mit dem Smartphone lässt sich direkt am Werkzeug online überprüfen, wem es zugewiesen sein sollte. Die Zeiten herrenlos herumstehender Utensilien sind damit vorbei. Es besteht jederzeit Kontrolle über die Maschinen, egal ob sie auf der Baustelle sind oder im Betrieb.

Zeitmanagement / Wartungsintervalle
Der Zustand der Werkzeuge wird bei der Aus- oder Rückgabe erfasst. Ist z.B. ein Messgerät in Reparatur, lässt sich schnell feststellen, wo es sich befindet und wie lange es nicht zur Verfügung steht. Ein Werkzeug lässt sich für einen bestimmten Zeitraum reservieren, damit es wirklich für den wichtigen Termin beim Kunden bereitsteht. Regelmäßige Wartungsintervalle lassen sich festlegen, damit sie auch eingehalten werden.

Berührungslos und fälschungssicher
Werkzeuge werden mit NFC-Etiketten eindeutig und fälschungssicher gekennzeichnet, damit sie vom Smartphone berührungslos erfasst werden können.

SBZ-TIPP

Mehr zum Thema auf der ISH

Erstmals veranstaltet die SBZ themenbezogene Führungen über die SHK-Fachmesse ISH (14. bis 18. März), sogenannte Guided Tours. Einen Schwerpunkt bildet der Rundgang zu den Themen Werkzeuge, Messgeräte und Software. Jede Tour dauert etwa zwei Stunden. Die Teilnahme ist kostenlos, Teilnehmer erhalten zudem kostenfreien Zugang zur Messe.
www.sbz-online.de/guidedtours

Originalartikel Onlineartikel auf der SBZ-Webseite

www.sbz-online.de